125 Fans peitschen die SG zum Sieg

Magdeburg niedergerungen

Die Fans auf der Nordtribüne. Fotos: Philippsen

Jim Gottfridsson war nur schwer zu halten.

Mads Mensah im Würgegriff.

Die SG-Spieler feiern gemeinsam mit den Fans.

Flensburg (lip) – Endlich wieder Stimmung in der Flens-Arena! Auch dank der lautstarken Unterstützung der 125 Fans auf der Nordtribüne konnte die SG Flensburg-Handewitt in einem packenden Spiel den SC Magdeburg mit 33:30 (13:16) niederringen und rückte damit in der Handball-Bundesliga wieder bis auf einen Punkt an Tabellenführer THW Kiel heran. Die SG blieb damit zum 54. Mal in Folge zu Hause ungeschlagen. „Man hat gesehen was die Flens-Arena mit Zuschauern leisten kann. Die 125 haben Stimmung gemacht wie 1.000. Da bekamen auch die Jungs eine Gänsehaut. Das hat uns geholfen“, meinte SG-Trainer Maik Machulla nach dem schwer erkämpften Sieg gegen den frischgebackenen EHF-Cupsieger.

Zunächst hatte die Rückkehr der Zuschauer allerdings keinen positiven Effekt auf die Gastgeber. Gegen von Anfang an giftige Magdeburger tat sich die SG in der ersten Halbzeit sehr schwer, obwohl der Start mit einer Bergerud-Parade und dem anschließenden Führungstreffer durch Kapitän Lasse Svan vielversprechend war. Bis zum 7:7 (14.) ging es hin und her. Doch dann ließ die SG zu viele Chancen liegen, zudem scheiterte Jim Gottfridsson per Siebenmeter an SCM-Keeper Jannick Green. Das nutzten die Gäste, um auf 10:7 (17.) davonzuziehen. Gottfridsson brachte die SG beim 11:12 (23.) wieder bis auf einen Treffer heran, doch Magnus Gullerud setzte sich zweimal kurz hintereinander am Kreis durch und schon war die SG wieder mit drei Toren im Hintertreffen.  Zudem haderten die Gastgeber immer häufiger  mit den Schiedsrichterentscheidungen, SG-Coach Maik Machulla handelte sich sogar eine gelbe Karte ein. Keeper Torbjörn Bergerud bewahrte die SG in der Schlusssekunde der ersten Hälfte  bei einem direkten Freiwurf  von Christoph Steinert sogar noch vor einem höheren Rückstand. So ging es „nur“ mit einem 13:16 in die Pause.

Die SG ging mit dem Wissen, Rückstände umdrehen zu können, in den zweiten Durchgang. Doch nach einer Wende sah es zunächst nicht aus. Michael Damgaard erhöhte für die Gäste sogar auf 18:14 (34.). Aber die SG stemmte sich gegen die drohende erste Heimniederlage seit 2017 und startete einen 5:0-Lauf.  Nach dem umjubelten 18:18-Ausgleichstreffer (18.) von Magnus Rød, markierte Magnus Jøndal sogar die 19:18-Führung. Die Stimmung auf der Nord-Tribüne kochte über. Doch Magdeburg gab sich noch längst nicht geschlagen und blieb bis zum 26:26 (52.) immer auf Schlagdistanz. Dann parierte Torbjørn Bergerud einen Siebenmeter von Omar Magnusson, im Gegenzug düste Jim Gottfridsson durch zum 28:26 (55.). Unter lautem Tröten und Trommeln von der Nord-Tribüne erhöhte Magnus Jøndal, der den angeschlagenen Hampus Wanne komplett ersetzte, auf 29:26 (56.). Es war die Vorentscheidung - denn in den verbleibenden Minuten ließ sich die SG die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Mads Mensah setzte mit seinem Treffer zum 33:30 (60.) den Schlusspunkt.  „Oh, wie ist das schön, so etwas hat man lange nicht mehr gesehen!“, sangen die Fans. Anschließend  feierten Mannschaft und Nordtribüne gemeinsam. „Wir haben in der zweiten Halbzeit wieder wahnsinnig viel Moral gezeigt, die schon die ganze Saison. Das macht mich stolz!“, freute sich Maik Machulla.  

SG Flensburg-Handewitt:
Bergerud (10/1 Paraden) – Golla (4), Hald (1), Svan (7), Jøndal (6), Mensah (5), Gottfridsson (7/2), Holpert, Rød (3)
SC Magdeburg: Green (4/1 Paraden), Thulin (1 Parade, 40.-53.) – Musa (1), Chrapkowski, Steinert, Pettersson (4), Magnusson (7/4), Gullerud (4), Mertens (7), O`Sullivan (2), Bezjak, Damgaard (4), Preuss (1)
Schiedsrichter: Grobe/Kinzel (Braunschweig); Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Gottfridsson 4, Golla 4 – Gullerud 4, Musa 2, Chrapkowski 2); Siebenmeter: 3/2:5/4 (Gottfridsson scheitert an Green - Bergerud hält gegen Magnusson); Zuschauer: 125
Spielverlauf: 1:0 (1.), 2:1 (4.), 2:3 (6.), 3:4 (7.), 5:4 (10.), 5:6 (11.), 7:7 (14.), 7:10 (17.), 8:11 (21.), 10:11 (23.), 11:12 (24.), 11:14 (25.), 13:15 (25.) – 14:16 (31.), 14:18 (34.), 19:18 (39.), 19:20 (41.), 21:20 (42.), 22:22 (46.), 24:23 (49.), 25:25 (51.), 26:26 (52.), 29:26 (56.), 30:27 (57.), 31:29 (59.), 32:30 (60.)


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