Auslandssemester

Von Webbex-Meetings an eine Privatschule in Frankreich

Foto: pexels

Wir (Alina und Kenneth) sind zwei Studierende im 5. Semester International Management B.A. an der EUF und machen seit September unser Auslandssemester an der Rennes School of Business (RSB) in Rennes, Frankreich. Bist du gerade am Überlegen, dich für ein Auslandssemester zu bewerben? In diesem Artikel teilen wir dir einige Eindrücke mit, die sich Rund um das Thema Auslandssemester und unsere Entscheidungen drehen.

Warum haben wir uns für ein Auslandssemester entschieden?


1. Seit Beginn des Studiums war es unabhängig voneinander für
    uns klar, dass wir die Möglichkeit eines Auslandssemesters an
    der EUF nutzen wollen.
2. Die Möglichkeit, neue Erfahrungen in einem anderen Land zu
    machen und neue Kontakte (sowohl privat als auch beruflich)
    zu knüpfen.
3. Ein weiterer Grund ist die Selbstentwicklung, denn für uns ist  es
    das erste Mal, dass wir im Ausland leben und “mal aus Flensburg
    rauskommen”.
4. Außerdem wissen wir nicht, ob wir im späteren Berufsleben noch
    mal die Möglichkeit haben, eine Zeit lang im Ausland zu  leben.
    Also wann, wenn nicht jetzt?
5. Und es ist auch interessant, zu erfahren, wie es ist, an einer  an-
    deren Uni zu studieren.
6. Die allgemeine Neugier, mal etwas Neues auszuprobieren und
    neue Erfahrungen (unabhängig vom Studium) machen zu
    können.
7. Die Möglichkeit, den eigenen Lebenslauf zu “upgraden” und
    nicht nur die gängigen Station dort stehen zu haben.
    #sichvonanderenabgrenzen

Trotz Corona?

Viele sind zuhause geblieben, warum seid ihr gefahren?
Natürlich war es ein problematischer Aspekt – im Hinterkopf
hatte man immer: “Es könnte auch
nicht klappen, dann müssen wir hier bleiben:
” Es war nicht von Anfang an eine  100-prozentig entschiedene Sache. Wir haben konstant die Corona Entwicklung im eigenen und im Zielland verfolgt und anhand der Situation entschieden. Dennoch haben wir frühzeitig die Bewerbung eingereicht, denn absagen kann man immer. Da die Zahlen vergleichsweise niedrig waren und sich die Situation durch die Impfungen verbesserte, haben wir uns entschieden, zu fahren. Ein Kompromiss war, nicht weit weg zu gehen, wie etwa nach Brasilien oder Mexiko, sondern in Europa zu bleiben, um die Hintertür, doch noch schnell nach Hause zu kommen, offen zu lassen. Bei der Wahl der Unterkunft haben wir auch darauf geachtet, keine WG zu nehmen, um so weniger Kontakt zu “Fremden” zu haben.

Vor Ort bei Corona

Im Endeffekt liegt es alles an der Eigenverantwortung, wie man mit der Situation umgeht und wo man Abstriche macht, um das Infektionsrisiko zu minimieren.
Es gibt ein sehr breites Angebot an Aktivitäten und Möglichkeiten – es hängt von einem selbst ab, wie vorsichtig man ist und an welchen von
diesen Aktivitäten man letztendlich teilnimmt und welche man “ver- passt”, um dafür aber ein ruhiges Gewissen zu haben. Auch wenn sich so ein Schritt dann wieder mehr nach Normalität anfühlt und man zu mehr Freiheiten neigt, kann man nie vorsichtig genug sein, gerade an einem Ort, den man nicht so gut wie sein eigenes Zuhause kennt.

Warum Frankreich?

Das Land an sich war weniger ausschlaggebend, sondern mehr die Universität an sich war entscheidend. Durch den Kompromiss, nah an Deutschland zu bleiben, kamen alle nicht EU-Länder nicht mehr in Frage und die Entscheidung lag mit einem Schwerpunkt zwischen Spanien und Frankreich. Wir hatten den spanischen Schwerpunkt in unserem bisweiligen Bachelor und hatten Lust auf was Anderes.
Die Möglichkeit, die französische Sprache im Alltag zu erlernen oder zu verbessern, war ebenfalls ein Grund für die Wahl Frankreichs, zumeist hatte man Französisch ja auch in der Schule. Außerdem war der Reiz, die in Filmen und Serien dargestellte französische Kultur einmal im Alltag zu erleben, dann doch zu groß. Schließlich möchte man sein Croissant und seinen Kaffee auch mal in einem typisch französischen Café genießen.

 Warum diese Uni?

1. Einer der Hauptgründe war die komplette Ausrichtung auf einen
    englischsprachigen Unterricht. Hinzu kommt, das alle Dozenten
    und Professoren sowie die Studierenden aus unterschiedlichen
    Nationen kommen und ein breites Spektrum an internationalen
    Erfahrungen haben.
2. Die RSB bietet ein breites Angebot an Kursen und Modulen zum
    Belegen an, mit vielen verschiedenen Ausrichtungen und Schwer-
    punkten. Viele von diesen Kursen waren bereits an der EUF an-
    erkannt oder ließen sich durch die Modulbeschreibung leicht
    anerkennen.
3. Der Ruf und das Rating dieser Business School waren sehr gut
    und sie gehört zu einer der Top-Schulen in Frankreich. 
4. Als reine Business School sind alle Möglichkeiten und Anfor-
    derungen auf diesen Bereich ausgelegt. Dementsprechend ist
    die Ausstattung und die inhaltliche Ausgestaltung daran
    angepasst. 
5. RSB ist auch eine noch recht junge, aber bereits sehr etablierte
    Universität.

Es kann nie alles perfekt sein – was gibt es für Sorgen, Ängste oder Probleme?
1.  Gerade nach solch einer Lockdown Phase und Restriktionen lässt
     die Corona-Situation vor Ort einen nicht kalt. Oft fühlt man
     sich noch unwohl in größeren Menschenmassen, vor allem,
     wenn die Maskenpflicht und der Abstand nicht immer einge-
     halten werden. Ängste wie “Was, wenn ich es hier krieg?
     Wohin dann?” sind natürlich präsent.
2.  Dann ist da noch die Sorge um die Kosten und deren Finanzierung.
     Insbesondere durch Corona und den zeitweiligen oder kompletten
     Jobverlust, ist es schwer, die nötigen Gebühren oder Kosten zu
     stemmen, aber im Notfall können dann mal ein Freund oder
     die Familie aushelfen. Und für den Auslandsaufenthalt gibt es
     ja immernoch ERASMUS. 
3.  Andere Uni, andere Anforderungen. Das Niveau des Unterrichts
     variiert und da man “neu” ist, macht man sich Sorgen, dass die
     Prüfungen zu schwer sind, man sie nicht schafft, es nicht aner-
     kannt bekommt und und und ...
4.  Eine Sorge, die man vor allem in den ersten Wochen hat, ist,
     keinen Anschluss an andere finden, vor allem wenn sich schon
     Gruppen gebildet haben.
5.  Und dann ist da natürlich noch die Angst, weit weg von
     Zuhause zu sein. Doch wie es meistens der Fall ist, macht man
     sich zu viele Sorgen und Gedanken. Am Ende klappt alles, das
     Geheimnis ist: Lass es auf dich zukommen, sei offen und genieß
     jeden Moment!

Checkliste vor dem Beginn des Auslandssemesters

Steht dir auch ein Auslandssemester bevor? Hier teilen wir dir unsere Checkliste mit, um dir einige Kopfschmerzen und Nerven zu ersparen!

•  Bewerbung und Motivationsschreiben – früh genug informieren
    und die Prioritäts-Uni(s) wählen!
•  Voraussetzungen beachten! Brauche ich Sprachnachweise?
    Für diese muss man sich frühzeitig anmelden (DELE, TOEFL etc.)
•  Mit der Auslandsuni in Verbindung setzen – dort ist auch eine
    Bewerbung abzugeben.
•  Kursprogramm auch für die weiteren Semester zu Hause planen; über dortige Kurse und Module    
    informieren – oft lässt sich noch etwas an-
    erkennen
•  Anerkennungsformulare rechtzeitig einreichen (wir sind in Deutsch-
    land, also an die Fristen halten!)

Nach der Bewerbung, ist vor dem Aufenthalt!
Nicht aufhören zu planen!

•   Auslandskrankenversicherung, Auslandskrankenschutz – informiere
    dich bei deiner Krankenkasse
•  Bankkarte – überlege dir, ob du einen örtlichen Bank Account ein-   
    richten möchtest, mehrere Konten sind besser.
    Oftmals funktionieren einige Karten z. B. an Automaten oder
    auch an Kartenlesegeräten nicht
    –     Kreditkarten sind auf Reisen meistens ein Muss!
    –     Und nicht nur digitale Karten, es gibt nicht überall Internet!
•  FRÜH Unterkunft suchen, buchen und genug Geld dafür einplanen –
    meistens zahlt man sehr viel im Voraus
    –     Versicherungen
    –     Kautionen und Deposits
    –     Gebühren etc. 
•  ERASMUS Unterlagen
•  Einreisebestimmungen im Zielland
    –     Corona-Bestimmungen? 2G/3G
    –     Visum
    –     ...
•  Transport frühzeitig buchen (später ist es immer teurer)
•  Andere Länder, andere Sitten – informieren!
•  Connecte dich! Such im Umkreis oder online über Social Media
    oder direkt über die Uni Ansprechpartner nach anderen
    Studierenden, die auch an deinen Zielort fahren
•  Und keine Sorgen, wenn mal etwas nicht klappt, Stress ist da ganz
    normal! Es gibt immer eine Lösung für jeden Stolperstein

Alina Winschu & Kenneth Will

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