Europa-Universität Flensburg passt Corona-Maßnahmen an

Online-Lehre und Homeoffice

 

Plakate in den Gebäuden der EUF. Foto: Kathrin Fischer

Flensburg (mm) -  Mit dem heutigen Montag passt das Präsidium der Europa-Universität Flensburg die Corona-Maßnahmen der am Wochenende vom Kabinett verabschiedeten Landesverordnung an. „Als Grundsatz gilt, dass der Aufenthalt auf dem Campus so weit wie möglich einzuschränken ist“, sagt Uni-Präsident Prof. Dr. Werner Reinhart. „Das ist bedauerlich, weil Universität von Begegnung lebt und weil wir zumindest unseren Erstsemestern einen komplett digitalen Studienbeginn hatten ersparen wollen. Aber die ungünstige Entwicklung der Pandemie macht es zwingend notwendig, Kontakte und Begegnungen auf ein Mindestmaß zu beschränken. Deshalb werden auch die bereits genehmigte Veranstaltungen für Erstsemester für den November abgesagt.“

Insgesamt sei der Nachsteuerungsbedarf bei der Lehre jedoch gering, so Reinhart weiter, da das laufende Semester bereits fast vollständig als Digitalsemester geplant war. Das bedeutet, dass in diesem Semester überwiegend nur die Veranstaltungen vor Ort stattfinden, deren Ziel ohne Präsenz nicht zu erreichen ist. Dazu gehören beispielsweise Laborpraktika, Einzelunterricht in Musik und andere Veranstaltungen etwa in den Fächern Kunst und Sport. Diese von der Uni-Leitung bereits genehmigten Veranstaltung dürfen weiterhin unter Einhaltung der aktuellen Hygieneregeln in Präsenz stattfinden. „Wir dürfen mit Erleichterung feststellen, dass wir durch die in den letzten Monaten getroffenen Maßnahmen nun auch für die neuen Einschränkungen recht gut aufgestellt sind“, erklärt Reinhart. Änderungen empfiehlt das Präsidium lediglich bei Prüfungen und Schulbesuchen: Prüfungen in Präsenz seien zwar zulässig, allerdings bittet die Uni-Leitung darum, möglichst auf digitale Formate auszuweichen, wo immer das möglich ist. Für die im Rahmen der Betreuung von Schulpraktika vorgesehenen Schulbesuche sollen im Zeitraum vom 01.11. bis zum 30.11.von den Lehrkräften geeignete Alternativen gewählt werden.

Für die Verwaltung gilt: Die meisten Beschäftigten arbeiten ab sofort wieder überwiegend von zuhause aus. „Nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Arbeit nicht vollumfänglich aus dem Homeoffice heraus erfolgen kann - wie etwa der Gebäudeservice -, arbeiten unter Beachtung der geltenden Hygienebestimmungen weiterhin auf dem Campus“, erläutert Kanzlerin Stephanie Brady. „Besprechungen und Gremiensitzungen sowie Berufungs- und Stellenbesetzungsverfahren finden als Videokonferenz statt. Dienstreisen werden stark eingeschränkt.“ Die Funktionsfähigkeit der Universität bleibe gewährleistet, betont Brady.

Die Zentrale Hochschulbibliothek bleibt geöffnet, allerdings in einem eingeschränkten Umfang. Das gleiche gilt für die neu eingerichteten studentischen Lernplätze der Universität.
„Studierenden, die zuhause über keine geeignete digitale Infrastruktur verfügen oder ein ungünstiges Lernumfeld haben, sollen durch den Shutdown keine Nachteile entstehen“, erklärt Diversitätsbeauftragte Martina Spirgatis. „Deshalb bleiben diese Arbeitsplätze weiter zugänglich.“
Für alle, die ihre Anwesenheit auf dem Gelände der Universität nicht vermeiden können, verschärfen sich die bereits geltenden Hygieneregeln. So ist auf dem Universitätsgelände ein Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Metern einzuhalten und die Mund-Nasen-Bedeckung auch außerhalb der Gebäude zu tragen.

„Wir hoffen sehr, dass die Auswirkungen dieser Einschränkungen dazu führen, das Infektionsgeschehen zu verlangsamen“, sagt der Uni-Präsident.

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