Europa-Universität verlängert Zusammenarbeit mit Ghana

Germanistik und Lehramtsausbildung südlich der Sahara

 

Prof. Dr. Johann Yaw Sekyi-Baidoo, Dekan des internationalen Centers der University of Education in Winneba, und Prof. Dr. Monika Eigmüller, Vizepräsidentin für Europa und Internationales, freuen sich über die Vertragsunterzeichnung. Fotos: Dagmara Paciorek-Herrmann

Ulrike Bischoff- Parker, Leiterin des International Center der EUF, Dr. Johann Yaw Sekyi-Baidoo, Dekan des internationalen Centers der University of Education in Winneba, Prof. Dr. Monika Eigmüller, Vizepräsidentin für Europa und Internationales und Prof. Dr. Charles Owu-Ewie, Dekan der Fakultät für ghanaische Sprachen.

Flensburg (mm)  - „Die Partnerschaft mit Ghana ist eine sehr lebendige Partnerschaft. Das zeigen die hohen Austauschquoten von Studierenden, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Lehrenden - so hat die EUF seit 2014 47 Studierende nach Ghana entsandt und seit 2018 fünf Studierende empfangen. Viele Bachelor- und Masterarbeiten werden zu Ghana geschrieben, und es gibt gemeinsame Forschungsprojekte.“

Mit diesen Worten würdigte Prof. Dr. Monika Eigmüller, Vizepräsidentin der Europa-Universität Flensburg, die langjährige Zusammenarbeit mit der University of Education in Winneba (UEW), Ghana. In einem weiteren „Memorandum of Understanding“ haben die beiden Hochschulen heute (8.5.) ihre Kooperation verlängert. Der erste Vertrag dieser Art war 2009 geschlossen worden.
Auch Prof. Dr. Johann Yaw Sekyi-Baidoo, Dekan des internationalen Centers der UEW, freute sich über die Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit: „Die University of Winneba ist mittlerweile mit ca. 64 000 Studierenden die größte Stätte für Lehramtsausbildung südlich der Sahara und zugleich die einzige Universität in Ghana, an der Deutsch gelehrt wird. In unserem ‚German Department‘ vernetzen wir uns mit Togo und Benin in der Germanistik-Forschung. Aus beiden Gründen freuen wir uns sehr über die lebendige Kooperation mit der Europa-Universität Flensburg.“
Prof. Dr. Johann Yaw Sekyi-Baidoo war mit Prof. Dr. Charles Owu-Ewie, Dekan der Fakultät für ghanaische Sprachen, nach Flensburg gereist.

„Der starke Fokus auf Lehramt der UEW ist für unsere Universität ein echter Gewinn“, betonte Monika Eigmüller, „Die Internationalisierung des Lehramts stellt eine besondere Herausforderung dar, da Lehramtsstudierende weniger häufig im Ausland studieren. Dabei ist Interkulturalität eine Grundvoraussetzung, um angehende Lehrerinnen und Lehrer auf den Schulalltag in einer von Vielfalt geprägten Welt und auf den Umgang mit Diversität vorzubereiten. Deshalb freuen wir uns über die Möglichkeit, Auslandssemester und Schulpraktika in Ghana anbieten zu können."

Aus diesem Grund hat die EUF 2018 erstmals erfolgreich EU-Gelder für die Kooperation mit Ghana beantragt: Für die Dauer von 2018 bis 2020 wurden rund 60.000 Euro bewilligt. Mit diesem Geld wird der Austausch von Studierenden, Doktoranden und Lehrenden gefördert. Mit Erfolg: Die bisherige Bilanz der Kooperation der beiden Hochschulen kann sich sehen lassen. Regelmäßig absolvieren Flensburger Lehramtsstudierende ihr Schulpraktikum in Ghana, finden gemeinsame Tagungen in Winneba, Accra und Flensburg statt und seit 2014 befasst sich bspw. das gemeinsame Forschungsprojekt „Zukunftsvorstellungen von Kindern und Jugendlichen im interkulturellen Vergleich“ mit den Zukunftsvorstellungen und -konzepten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Ghana.

Mit der Erneuerung des Vertrages soll die Zusammenarbeit der Hochschulen in unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel in der Germanistik weiter vertieft werden.

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