Fachschaft Seefahrt der Hochschule schlägt Alarm

Seefahrtsausbildung in Flensburg in akuter Gefahr

Foto: Hochschule Flensburg

Flensburg (mm) - Vor kurzer Zeit wurde im Zuge der Reakkreditierung die Ausstattung und die Qualität der Ausbildung in den Studiengängen Schiffsbetriebstechnik und Nautik an der Hochschule Flensburg durch die Akkreditierungsgesellschaft ZEvA geprüft. Diese Prüfung ergab, dass die aktuelle personelle Ausstattung der Hochschule als nicht ausreichend angesehen wurde, um den Studiengang Nautik erhalten zu dürfen. Auch mehrere relevante Stellen im Studiengang Schiffstechnik sind durch kurzzeitige Befristungen infolge der finanziellen Situation der Hochschule perspektivisch gefährdet. Auf Grund der starken Unterfinanzierung der Hochschule, sieht diese sich außer Stande die sofort notwendige Professorenstelle der Nautik zu schaffen wie auch alle übrigen Stellen dauerhaft zu finanzieren.

"Dies würde nicht nur das Ende der Ausbildung von Nautikern an der Hochschule Flensburg bedeuten, sondern im zweiten Schritt auch die Ausbildung von Schiffsbetriebstechnikern sowie die Existenz der Fachschule für Seefahrt gefährden. Damit würde nach 145 Jahren die Ausbildung von Schiffsoffizieren in Schleswig-Holstein enden. Dies wäre nicht nur ein Verlust für Flensburg, sondern für das ganze Land. Zwar laufen momentan Gespräche zwischen dem Präsidium der Hochschule und dem Land über die weitere Finanzierung, doch Stand jetzt führen diese Gespräche nicht rechtzeitig zu einem ausreichenden Ergebnis. Wenn nicht innerhalb der nächsten Wochen eine Lösung gefunden wird, ist dies das Ende des Studiengangs. Die aktuellen Probleme lassen möglicher Weise nicht einmal zu, dass die aktuell eingeschriebenen Studierenden ihr Studium beenden können", heißt es in einer Pressemitteilung der Fachschaft Seefahrt an der Hochschule Flensburg.

"Für uns als Fachschaft Seefahrt ist es absolut inakzeptabel und unverständlich, dass die Streitigkeiten über die Finanzierung auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen werden. Wir fordern aus diesem Grund von der Landesregierung die Lücken in der Finanzierung soweit zu schließen, dass der Studiengang zumindest erhalten bleiben kann und vom Präsidium alles Mögliche zu tun, um den Erhalt des Studienganges sicherzustellen", betionen die Studieernden und haben sich mit einem offenen Brief an Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz und Bildungsministerin Karin Prien gewandt. 


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