Herbstsemester in Flensburg soll in Präsenz stattfinden

Europa-Universität: Rückkehr zur Normalität

Die Hoffnung auf Normalität auf dem Campus kehrt zurück. Foto: Christina Kloodt, 2019

Flensburg (mm) - Die Europa-Universität Flensburg (EUF) plant, das Herbstsemester 2021/22 als Präsenzsemester durchzuführen. „Wir haben diese Entscheidung im Präsidium nach sorgfältiger Abwägung und unter Berücksichtigung der im Senat vorgebrachten Argumente getroffen“, erklärt Uni-Präsident Werner Reinhart. „Unser klares Ziel ist es, die Lehre ab September wieder auf dem Campus stattfinden zu lassen. Universität lebt von Begegnung, lebt von Diskussionen, lebt von Präsenz. All das haben wir – Lehrende, Studierende und Mitarbeitende – drei Semester lang schmerzlich vermisst. Wir sind optimistisch, dass der Impffortschritt es möglich machen wird, ab Herbst wieder annähernd Normalität auf den Campus einkehren zu lassen.“

Die Entscheidung des Präsidiums gründet sich unter anderem auf der Impfprognose des Bundesgesundheitsministeriums, das angibt, dass in der ersten Hälfte des Sommers allen erwachsenen Impfwilligen ein Impfangebot gemacht werden könne. „Bei linearer Fortschreibung der aktuellen Zahlen wäre im September zudem bei ca. 70 % der Bevölkerung mit der Erreichung eines Vollschutzes nach der Zweitimpfung zu rechnen“, erklärt Reinhart. „Wir wagen deshalb jetzt diese Entscheidung  – selbstverständlich mit entsprechenden Konzepten, die Kontakt- und Hygieneregelungen sowie Möglichkeiten des Testnachweises und die Rahmenbedingungen an den Hochschulen gleichermaßen in den Blick nehmen.“

Das bedeutet: Es wird im Herbstsemester ein reguläres Präsenz-Semester durchgeführt mit der Besonderheit, dass Studiengänge mit vielen internationalen Studierenden, die pandemiebedingt nicht anreisen können, die Möglichkeit haben, digitale oder hybride Lehrveranstaltungen anzubieten. Das sind etwa der Bachelorstudiengang „European Cultures and Society“ oder die Masterstudiengänge „European Studies“, „Energie-und Umweltmanagement“ sowie „Kultur – Sprache – Medien“.

Das Präsidium wird kontinuierlich die Infektionszahlen und insbesondere auch den Impffortschritt monitoren. Sollte der Impffortschritt wider Erwarten langsamer sein und die dann vorherrschende Corona-Infektionslage keinen Präsenzbetrieb erlauben, behält sich das Präsidium flexible Reaktionsmöglichkeiten vor, um ggf. für einen definierten Zeitraum zu Semesterbeginn zeitweise Lehre im Online-Betrieb durchzuführen und Präsenz nur für praxisbezogene Lehre möglich zu machen.

Der AStA-Vorstand begrüßt die Entscheidung des Präsidiums, weist zugleich aber darauf hin, dass der Umstieg auf Präsenzlehre nicht ganz unproblematisch für die Studierenden sei. „Während der Pandemie sind, unter anderem aus finanziellen Gründen, Studierende aus Flensburg weggezogen. Wenn diese nun wieder nach Flensburg ziehen, konkurrieren sie mit den neuen Erstsemestern auf dem Flensburger Arbeits- und Wohnungsmarkt.“

Nach drei Online-Semestern und der weiterhin bestehenden Unsicherheit in Bezug auf die zu erwartende Infektionslage im Herbst ist der Umstieg auf Präsenzlehre nicht ohne Herausforderungen. „Dem Präsidium der EUF sind diese Schwierigkeiten bewusst und wir arbeiten, soweit das zum gegenwärtigen Zeitpunkt möglich ist, gemeinsam an Lösungen“, betont Uni-Präsident Reinhart.

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