Ich brauch 'ne Pause

Eine Auszeit planen

Illustration: Ann-Katrin Arnold

Manchmal ergibt sich die Gelegenheit, einfach mal nichts zu tun und abzuhauen. Raus, die Welt entdecken und zu sich selbst finden. Mit diesen Tipps kannst du ganz entspannt deiner Auszeit (zu Hause oder auf Reisen) entgegenblicken und die freie Zeit produktiv nutzen.

Warum eine Auszeit nehmen?
Zwischen Schule und Ausbildung, zwischen Meister und Studium, zwischen Bachelor und Master; es gibt immer ein „Zwischen“. Und viele Menschen zweifeln, wenn sie sich so einem Zeitfenster nähern. Was ist das Richtige für mich? Sollte ich nicht lieber aufhören und etwas anderes machen? Es ist also keine schlechte Idee, einmal inne zu halten und sich mit etwas völlig anderem zu beschäftigen. So findest du Antworten auf deine Fragen und kannst mit neuer Energie in die nächste Phase deiner Ausbildung starten.

Wie finanziere ich mich?
Die erste Sorge betrifft das liebe Geld. Bevor du in die Auszeit startest, solltest du dir einen Überblick über deine finanzielle Lage verschaffen. Reduziere deine monatlichen Ausgaben auf ein Minimum und rechne sie für dein geplantes Zeitfenster hoch, beispielsweise für sechs Monate. Kalkuliere Extrakosten, wie Flugtickets, mit ein. Jetzt weißt du, wie viel Geld du in deiner Auszeit verbrauchen wirst, und kannst dir überlegen, wie du es bekommst: Lebst du von deinen Ersparnissen oder einem Halbtagsjob? Beantragst du Arbeitslosengeld oder unterstützen dich deine Eltern?

Tipp: Meldest du dich nicht arbeitslos, kannst du dich freiwillig gesetzlich krankenversichern. Unter der Angabe, dass du von deinen Ersparnissen lebst, zahlst du den Mindestsatz. Diese Zeit wird allerdings nicht der Rentenversicherung gemeldet.

Was wünsche ich mir?
Eine Auszeit ist sinnvoll, wenn du dir etwas daraus erhoffst. Was willst du erleben? Möchtest du deine Erfahrungen in einem Bereich vertiefen? Willst du etwas Neues lernen? Oder verwirklichst du jetzt endlich ein privates Projekt, von dem du schon so lange sprichst? Schreibe deinen Wunsch auf.

Was ist mein Ziel?
Wünsche sind das eine, aber Ziele sind erreichbar. Was musst du tun, um deinen Wunsch zu verwirklichen? Schreibe unter deinen Wunsch die Teilziele für deine Auszeit. Was soll am Ende der Zeit anders sein? Nutze die SMART-Methode und notiere, was du wie bis wann erreicht haben willst und woran du merkst, dass es geklappt hat.

Wie organisiere ich mich?
Wie viel Zeit habe ich? Wie viel Geld habe ich? Wie passen Zeit, Geld, Wünsche und Ziele zusammen? Wo bin ich eingeschränkt? Jetzt ist ein bisschen Projektmanagement gefragt. Beginne am Ende deiner Auszeit und plane von hinten nach vorne. Erstelle dir einen Zeitplan, setze dir ein Monatsbudget und terminiere deine Ziele.

Wo soll ich anfangen?
Vor der Auszeit (Planung):
- Sparen
- ggf. arbeitslos melden
- Unnötige Mitgliedschaften/Verträge kündigen
- Krankenversicherung regeln

Während der Auszeit:
- Wünsche, Ziele und/oder Projekte verfolgen
- Zwischenfazit ziehen und ggf. neue Ziele setzen

Am Ende der Auszeit (Reflexion):
- Fazit ziehen
- Blick in die Zukunft
- Danke sagen

Ann-Katrin Arnold

 

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