Komische Blicke

Leckerer Eis-Ersatz

(c) Wollert

(c) Wollert

Jetzt wo auf einmal der Sommer in Flensburg ausgebrochen ist, gab es bei meinem Selbstversuch diese Woche zwei Hürden zu meistern: Grillfleisch und Eis. Wie gemein, bei dem Wetter will man einfach nur in die Eistruhe im Discounter greifen und sich ein Eis mitnehmen, aber alles in der Tiefkühltruhe ist in Plastik eingeschweißt. Also musste ich kreativ werden. Durch einen Tipp im Internet bin ich auf gefrorene Weintrauben gestoßen. Mir war vorher nie bewusst, wie süß Weintrauben sind. Einfach über Nacht ins Gefrierfach legen und dann wie ein Bonbon im Mund zergehen lassen. Es ist dann eine Art Traubensorbet und einfach total erfrischend.

Weintrauben bekommt man zum Glück in mehreren Discountern und auf Märkten plastikfrei, ich habe mich für die warmen Tage also erstmal eingedeckt. Grillfleisch aus dem Kühlregal ist leider plastikfrei einfach nicht möglich, also habe ich mich an der Fleischtheke erkundet, ob ich mein Fleisch hier auch in meine Brotdose gefüllt bekommen kann. Der Verkäufer hat das Fleisch ohne Probleme mit Hilfe eines Tabletts in meine Dose gelegt, es lohnt sich also definitiv mal nachzufragen. Preislich sehe ich das allerdings, wie auch Fleisch von regionalen Bauern, als Luxus, denn wenn ich mich entscheide, Fleisch plastikfrei und regional einzukaufen, muss ich viel zahlen. Als Studentin überlege ich dann natürlich zwei Mal, ob ich nicht doch lieber Gemüse auf den Grill lege, schmeckt nämlich auch ziemlich gut.


Leider habe ich es diese Woche zunächst nicht zum wöchentlichen Markteinkauf geschafft und als ich dann doch Zeit gefunden habe, hatte der Markt aus unerfindlichen Gründen zu und ich stand mit meinem Jutebeutel und meinem Fahrrad vor dem leeren Marktplatz. Ich hatte wohl irgendwas verpasst. Macht ja nichts. Also bin ich mit meinem Freund zusammen nebenan zum Discounter gegangen. Wir brauchten das Gemüse, das ich normalerweise vom Markt hole und, wenn wir schon mal da sind, auch noch Brot und Konserven.

Die Gemüseabteilung des Discounters hat mich während des gesamten Selbstversuchs schon frustriert, weil die in Plastik verpackten Paprikas immer so viel günstiger sind, als die plastikfreien. Bei diesem Einkauf habe ich aber einfach mal nicht auf den Preis geachtet und alles eingepackt, was es plastikfrei gab und was ich gebrauchen konnte. Und siehe da: es hat funktioniert, naja, mit einigen Abstrichen. Die Kartoffeln, die wir am selben Abend kochen wollten, mussten leider im Discounter bleiben, genauso wie Karotten und Salat. Der Preis war ähnlich wie auf dem Markt, das Gemüse aber leider nicht ganz so frisch und wie gesagt, mussten wir auf einiges verzichten. Wir haben noch Brot und Konserven in den Einkaufswagen gelegt und dann ging es zur Kasse.

Und da sind mir zum ersten Mal die Reaktionen der anderen Leute aufgefallen. Da wir viel Gemüse einkaufen, kommt auch viel loses Gemüse auf das Band und das fanden andere Menschen in der Schlange nicht nur ungewöhnlich, sondern auch ganz schön nervig. Denn so muss jedes Gemüse einzeln abgewogen werden, da es sich nicht um abgepackte Portionen handelt. Dafür haben wir den ein oder anderen genervten Blick einkassiert. Das Brot im Jutebeutel hat auch hier gut geklappt und funktioniert aus meiner Erfahrung am besten mit Brot- und Gemüsenetzen, da die Kassiererin so nicht extra in den Beutel hineinsehen muss und das Band trotzdem nicht vollgekrümelt wird. Als schnelle Alternative zum Markt ist der Discounter absolut geeignet, aber wenn ich es schaffe, werde ich wieder zum Marktplatz fahren.

Mein Selbstversuch ist nun fast vorbei und ich merke schon eine deutliche Veränderung meines Einkaufsverhaltens. Mein Fazit dazu gibt es nächste Woche.

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