Selbstversuch plastikfrei einkaufen

Mein nicht ganz so umweltbewusstes Kaufverhalten

Mein Wocheneinkauf - plastikfrei sieht anders aus.

Der Müll danach.

Als Studentin sehen meine wöchentlichen Einkäufe ungefähr so aus: Mein Freund hat nicht viel Zeit, ich habe wenig Geld, also schnell in den Discounter. Unsere gemeinsame Wohnung liegt zwischen zwei großen Supermärkten, wir haben also alles was wir brauchen in einem Umkreis von 50m. Obst, Gemüse, Getränke, Brot, Aufstrich, Nudeln, Reis, Hafermilch, Müsli und Naschereien füllen bei uns gewöhnlich den Einkaufswagen und gelegentlich, wenn es das Budget hergibt, gibt es auch Fleisch vom regionalen Bauern.

Ich behaupte, dass ich ein umweltbewusster Mensch bin.

Ich sehe in meinem Umfeld einen Trend hin zum Bewusstsein darüber, wie wir mit unserem Lebensstil einen Einfluss auf Faktoren wie die Umweltverschmutzung und den Klimawandel haben und der Wille dazu, einen eigenen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Und wenn ich dann nach dem Einkauf nach Hause komme, sehen meine Einkaufstaschen so aus: In plastikverpackte Paprikas, Brot, Salat, Joghurt, Chips und der lose Apfel fürs gute Gewissen. Ist der Einkauf ausgepackt, ist der gelbe Sack voll. Mit so einer Müllproduktion handle ich alles andere als umweltbewusst. Mein Problem: Bequemlichkeit und ein schmales Studentenbudget. Die Discounter in meiner Umgebung bieten entweder keine plastikfreien Alternativen an oder die mehrfach in Plastik verpackten Produkte haben im Gegensatz zu den regionalen Alternativen einen unschlagbaren Preis. Also verharre ich in alten Mustern und rede mir ein: „Sobald ich mehr Geld verdiene, kaufe ich nur noch regional unverpackt ein.“ Aber es kann doch nicht sein, dass ich das noch nicht schaffe?!

Um den eigenen Schweinehund zu überwinden und die Möglichkeiten in Flensburg zu erkunden, möchte ich einen Selbstversuch starten: Ab sofort kaufe ich 4 Wochen lang in Flensburg plastikfrei meine Lebensmittel ein. Darüber, wie das klappt und welchen Einfluss diese Entscheidung auf mein Kaufverhalten und meinen Geldbeutel hat, halte ich dich wöchentlich auf dem Laufenden.

Text & Fotos: Marie Wollert


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