SG bezwingt die Füchse Berlin / Golla verlängert bis 2023

Mit Leidenschaft zurück zum Erfolg

Erleichterung bei der SG nach dem Abpfiff. Fotos: Philippsen

Benjamin Buric bejubelt eine seiner zahlreichen Paraden.

Augen zu und durch: Jim Gottfridsson.

Verlängerte vorzeitig bis 2023: Johannes Golla.

Flensburg (lip) – Nach zwei bitteren Pleiten gegen die TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga und  im DHB-Pokal hat die SG Flensburg-Handewitt wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Vor 6.204 Zuschauern in der Flens-Arena bezwang das Team von Trainer Maik Machulla die Füchse Berlin mit 27:23 (12:9) und kletterte damit in der Bundesliga auf Rang zwei.

„Wir können wieder etwas mehr lachen und mit Spaß agieren. Wenn man erfolgreich spielt, ist alles etwas einfacher. In den letzten Tagen haben wir viel in aller Ruhe gearbeitet. Wir glauben an unser Konzept. Ich werde jetzt nichts in Frage stellen, was in den letzten zweieinhalb Jahren gut funktioniert hat. Wir hatten heute viel Leidenschaft in der Partie, die Zuschauer waren fantastisch und trugen uns durch die 60 Minuten“, freute sich SG Maik Machulla.  „Ich bin froh, dass die Mannschaft sich schnell wieder aufgerichtet hat, sie hat heute eine richtig gute Antwort gegeben“, lobte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke, der den Fans für ihre Unterstützung dankte.  

Applaus brandete schon vor dem Anpfiff auf, als Hallensprecher „Holzi“ Holst die vorzeitige Vertragsverlängerung von Johannes Golla bis 2023 bekannt gab.  „Er hat heute wieder gezeigt, wie wichtig er für uns ist und ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung“, sagte Machulla über den fünffachen Torschützen.  

Magnus Jøndal sorgte für einen Auftakt nach Maß. Aber die Füchse hielten dagegen. Beim Stand von 4:4 wurde es für die SG in doppelter Unterzahl brenzlig. Doch das 4:5 durch Fabian Wiede (15.)  konterte Marius Steinhauser per Siebenmeter zum 5:5 (16.). Nachdem Lasse Svan (18.) erneut zum 6:6 ausgleichen konnte, wurde die Flensburger Abwehr und Torhüter Benjamin Buric immer stärker.

Holger Glandorf setzte sich zum 9:8 durch, Gøran Johannessen hämmerte den Ball zum 11:9 in die Maschen. Die Füchse kompensierten eine Unterzahl, indem sie ihren Keeper herunternahmen. Johannes Golla nutzte das und traf mit der Pausensirene aus der Distanz ins verwaiste Füchse-Tor zum 12:9.

Nach dem Wechsel wurde es nur noch einmal knapp, als der Schweizer Neuzugang Marvin Lier per Siebenmeter scheiterte und Nationalspieler Paul Drux die Füchse wieder auf zwei Tore heranbrachte (13:11/35.).  Doch die SG antwortete prompt und Magnus Rød erhöhte wieder auf 14:11. Kurz darauf hielt Buric einen Siebenmeter gegen Hans Lindberg und Johannes  Golla und Gøran Johannessen sorgten mit dem 16:11 (38.) für klare Verhältnisse.

Diese Führung brachte der Deutsche Meister souverän ins Ziel und die SG-Fans sangen: „Flensburg ist viel schöner als Berlin.“

Einzig die verworfenen Siebenmeter bereiteten SG-Trainer Maik Machulla anschließend leichte Kopfschmerzen. "Vier Siebenmeter - das ist ja Wahnsinn!"

SG Flensburg-Handewitt: Buric (14/2 Paraden) – Golla (5), Hald, Lier, Glandorf (1), Svan (5), Jeppsson, Jøndal (2), Steinhauser (2/1), Zachariassen, Johannessen (5), Gottfridsson (2), Rød (5)

Füchse Berlin: Heinevetter (2 Paraden, ab 49.), Milosavljev (10/4 Paraden) – Ernst, Wiede (2), Holm (5), Struck (4), Mandalinic, Gojun, Lindberg (4/1), Simak (2/2), Matthes, Kopljar, Koch (2), Marsenic (1), Drux (3)

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg/Dodendorf); Zeitstrafen: 8:12 Minuten (Rød 2, Svan 2, Golla 2, Johannessen 2 – Gojun 4, Marsenic 4, Struck 2, Kopljar 2); Siebenmeter: 5/1:5/3 (Lier und Svan scheitern an Milosavljev, Steinhauser verwirft zwei Mal gegen Milosavljev, trifft einmal im Nachwurf – Buric hält zwei Mal gegen Lindberg); Zuschauer: 6.204

Spielverlauf: 1:0 (1.), 2:1 (3.), 3:2 (5.), 4:3 (11.), 4:5 (14.), 5:6 (17.), 7:6 (22.), 8:8 (25.), 10:8 (27.), 11:9 (30.) – 13:9 (31.), 13:11 (35.), 16:11 (38.), 17:12 (39.), 19:13 (43.), 20:14 (46.), 20:16 (48.), 21:17 (50.), 24:17 (53.), 25:18 (54.), 25:21 (58.), 27:22 (60.)

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