SG gewinnt das Nordderby in Hamburg

Ein Sieg der Moral

Hampus Wanne war bester Werfer der SG. Foto: SG Flensburg-Handewitt

Flensburg (mm) - Bei den ganzen Personalsorgen tat dieser Sieg einfach gut. Die SG Flensburg-Handewitt gestaltete das Nordderby beim Rückkehrer HSV Hamburg mit 33:27 (17:14) erfolgreich und verbesserte sich in der Handball-Bundesliga auf 7:3 Punkte. Die besten Torschützen für die SG waren Hampus Wanne (8/2) und Jim Gottfridsson (7).

Kein Spiel ohne veränderte Personalien. Diesmal musste Franz Semper passen. Statt in Hamburg zu weilen, hatte er einen Knie-Check bei seinem Operateur in Leipzig auf dem Programm. Dafür stellte sich Jim Gottfridsson in den Dienst der Mannschaft und bildete zusammen mit Mads Mensah und Aaron Mensing den Rückraum. Um dem Spielmacher ein paar Pausen zu gönnen, improvisierte Maik Machulla viel in der Abwehr. Mal tauchten alle drei Kreisläufer auf dem Spielfeld, während Aaron Mensing viel als Halbverteidiger fungierte. In der gut gefüllten Hamburger Arena erwischten die Gastgeber einen guten Start, führten sogar mit 11:9. Jim Gottfridsson zog zum Glück einen sehr dynamischen Angriff auf und setzte sich selbst oft durch. Mit seinem sechsten Treffer gelang ihm die 13:12-Führung. Simon Hald schaltete sich vermehrt vorne ein und erhöhte mit einem Gegenstoß auf 16:13.

Vom Ausgleich nicht beirren lassen
Auch wenn sich die SG in Unterzahl einen Distanzwurf ins leere Tor fing, ließ sie sich nach dem Seitenwechsel zunächst nicht beirren. Mads Mensah und Johannes Golla erhöhten auf 19:15. Als Jim Gottfridsson zwei Minuten auf der Bank abbrummen musste, kam Oscar von Oettingen zu seinem Kurzeinsatz. Viel lief nun über den Kreis. Dennoch musste die SG nochmals durch ein Tal. Plötzlich hieß es 22:22. Dann festigte sich die Defensive. Der inzwischen eingewechselte Benjamin Buric bekam immer häufiger Kontakt zum Ball. Spektakulär das 27:23: Der umsichtige Mads Mensah bediente Johannes Golla, der aus der Drehung heraus mit einem Rückhand-Wurf einlochte. Da waren die vielen mitgereisten Fans aus dem Häuschen. Die SG hatte nun alles im Griff und baute den Vorsprung weiter aus. In den letzten fünf Minuten feierte Julius Meyer-Siebert sein SG Debüt.  „Zwei Punkte – alles ist gut. Körperlich befinde ich mich nicht in der besten Lage. Aber ich darf nicht meckern, bei uns gibt es schlimmere Verletzungen. Ich bin hammerstolz auf diesen Sieg, da wir derzeit schon kämpfen müssen, um überhaupt vernünftig trainieren zu können“, meinte SG-Spielmacher Jim Gottfridsson nach dem Spiel.

„Wir sind sehr erleichtert, dass wir das Spiel gewonnen haben – und auch wie wir die Aufgabe in Hamburg lösten. Das war ein Sieg der Moral und auch der Mentalität dieser Mannschaft", betonte SG-Trainer Maik Machulla. "Auch als das 22:22 fiel, behielten die Jungs den Kopf hoch und blieben aggressiv. Als wir dann mit vier Toren führten, sah man, wie die Leichtigkeit und die Freude ins Spiel zurückkehrten. Mads Mensah und Jim Gottfridsson tragen seit Monaten das gesamte Spiel und machten es wieder überragend. Es war eine tolle Atmosphäre mit vielen Fans, die uns viel Energie gaben.“


HSV Hamburg: Bitter (3 Paraden), Vortmann (6 Paraden, ab 23.) – Mortensen (6/1), Tissier (2), Späth, Weller (7/2), Ossenkopp (1), Andersen (2), Bauer, Forstbauer (5), Bergemann (1), Kleineidam, Valiullin (3)
SG Flensburg-Handewitt: Buric (6 Paraden, bei einem 7m, ab 39.), Møller (8 Paraden) – Golla (5), Hald (3), Svan (2), von Oettingen, Wanne (8/2), Meyer-Siebert, Steinhauser, Mensah (3), Gottfridsson (7), Mensing (5), Lindskog
Schiedsrichter: Thiyagarajah/Thiyagarajah (Gummersbach); Zeitstrafen: 6:10 Minuten (Späth 4, Ossenkopp 2 – Lindskog 4, Golla 2, Hald 2, Gottfridsson 2); Siebenmeter: 4/3:2/2 (Mortensen gegen Latte); Zuschauer: 6435
Spielverlauf: 0:1 (2.), 2:1 (3.), 3:3 (5.), 4:5 (7.), 5:6 (9.), 7:6 (13.), 8:8 (15.), 10:8 (16.), 11:9 (19.), 12:11 (21.), 12:14 (27.), 13:16 (29.) – 15:17 (32.), 15:19 (33.), 16:20 (35.), 17:21 (36.), 19:22 (39.), 22:22 (40.), 23:23 (42.), 23:27 (49.), 24:27 (51.), 24:31 (57.), 26:32 (58.)

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