SG nach Sieg über die „Recken“ wieder Spitzenreiter

Ein hartes Stück Arbeit

SG-Kapitän Lasse Svan überwindet Recken-Torhüter Domenico Ebner. Fotos: Philippsen

Mads Mensah traf fünf Mal.

Abklatschen nach dem Sieg.

Flensburg (lip) – Die SG Flensburg-Handewitt ist zumindest vorübergehend wieder Tabellenführer der Handball-Bundesliga. Vor 125 Zuschauern in der Flens-Arena bezwang das Team von Trainer Maik Machulla die TSV Hannover-Burgdorf mit 28:24 (13:11) und legte damit im Meisterschaftskampf mit dem THW Kiel, der am Dienstag in Magdeburg antreten muss, vor. Die Flensburger blieben auch im 55. Ligaspiel in Folge zu Hause ungeschlagen, mussten gegen die „Recken“ aber bis an die Schmerzgrenze gehen. „Wir mussten bis zum Schluss hart kämpfen, da die TSV gerade in der Abwehr sehr kreativ war. Wenn wir dann zum Torwurf kamen, nutzten wir die Chancen nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Wir hätten den Sack früher zumachen können, wenn wir nicht so viele freie Bälle und drei Siebenmeter in recht kurzer Folge liegengelassen hätten – das ist eine Konzentrationssache“, bemängelte Maik Machulla nach dem Spiel. Doch er lobte seine Mannschaft auch für ihre „unglaubliche Kampf- und Kraftleistung“.

Die Gäste erwischten den besseren Start. Nachdem kurz hintereinander Hampus Wanne, Magnus Rød und Mads Mensah beste Chancen ausließen, führten die „Recken“ mit 3:1 (Cehte, 5.).  Wanne glich per Siebenmeter zum 3:3 aus (8.), Mads Mensah sorgte beim 5:4 (12.) für die erste Führung. Doch Hannover machte den Hausherren das Leben weiter schwer. Torbjørn Bergerud hielt zwar gut, doch häufiger flogen die Abpraller ins Seitenaus. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte legte die SG den Grundstein für die Halbzeit-Führung. Dem 8:9 durch Büchner ließ sie einen 4:0-Lauf zum 12:9 folgen, wobei sich Hampus Wanne und Magnus Rød  als Torschützen abwechselten.

Nach der Pause baute die SG ihre Führung schnell aus. Torbjørn Bergerud parierte einen Siebenmeter von Johan Hansen und Kapitän Lasse Svan markierte mit einem Doppelschlag die 18:13-Führung (35.). Hannover aber steckte nicht auf. Die Gäste aus Niedersachsen hatten die Chance, auf zwei Tore zu verkürzen – doch die SG-Abwehr stand und ließ sieben Minuten keinen Gegentreffer zu. Die Hausherren zogen auf 21:15 (42.) davon. Doch dann blieb Simon Hald nach einer Abwehr-Aktion zunächst am Boden liegen und wurde dann von zwei Kameraden zur Auswechselbank geleitet. Die SG musste nun notgedrungen ohne Wechsel agieren. Nach zehn Minuten kehrte Simon Hald zurück.

Dass es am Ende doch noch einmal eng wurde, lag auch an einigen Nachlässigkeiten bei der SG. Kurz nacheinander scheiterten erst Hampus Wanne und dann Jim Gottfridsson per Siebenmeter an Gäste-Keeper Domenico Ebner. Drei Minuten vor Schluss hieß es nur noch 26:24 (Cehte, 57.). Johnnes Golla erlöste mit seinem Treffer zum 27:24 die SG und räumte alle Zweifel am Sieg aus dem Weg.

„Eigentlich hatten wir die ganze Zeit das Spiel im Griff und hätten es früher klar machen können. Jeder in unserem knappen Kader gibt alles“, meinte Simon Hald  anschließend. Er selbst hatte auch auf die Zähne gebissen. „Mein rechter Fuß tat zunächst hammerweh, aber nur vier Minuten später war es schon viel besser. Für das nächste Spiel mache ich mir keine Sorgen“.

SG Flensburg-Handewitt:
Bergerud (15/1 Paraden) – Golla (4), Hald, Svan (5), Wanne (7/3), Mensah (5), Søgard, Gottfridsson (4), Holpert, Rød (3)
TSV Hannover-Burgdorf: Ebner (13/3 Paraden), Lesjak (bei einem 7m) – Cehte (6), Kuzmanovski, Mävers (1), Hansen (5/2), Pevnov (3), Böhm (3), Ehlers, Krone, Donker, Hanne (1), Brozovic (1), Fischer, Feise, Büchner (4)
Schiedsrichter: Koppl/Regner (Nieder-Olm/Darmstadt); Zeitstrafen: 4:8 Minuten (Gottfridsson 2, Golla 2 – Böhm 4, Hansen 2, Feise 2); Siebenmeter: 6/3:3/2 (Wanne scheitert zwei Mal an Ebner, Gottfridsson ein Mal – Bergerud hält gegen Hansen); Zuschauer: 125
Spielverlauf: 0:1 (2.), 1:3 (5.), 3:3 (8.), 5:4 (12.), 5:6 (15.), 7:7 (20.), 8:9 (23.), 12:9 (27.), 13:10 (29.) – 14:11 (31.), 15:13 (33.), 18:13 (35.), 18:15 (36.), 21:15 (43.), 22:16 (44.), 22:18 (48.), 24:19 (51.), 24:21 (53.), 26:22 (55.), 26:24 (57.)

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