SG schwächelt auch in Stuttgart

Gottfridsson: "Ich bin richtig sauer"

War nach dem Spiel bedient: SG-Spielmacher Jim Gottfridsson. Foto: SG Flensburg-Handewitt

Flensburg (mm) - Die SG Flensburg-Handewitt musste sich beim TVB Stuttgart mit einem 23:23 (11:12) begnügen. Nach dem sechsten Punktverlust in der Fremde rangiert sie mit 16:6 Zählern weiterhin an dritter Stelle der Handball-Bundesliga.

Die Partie begann gleich mit einem Schock: Gøran Johannessen markierte zwar den ersten SG-Treffer, verletzte sich aber am Sprunggelenk und konnte nicht mehr mitwirken. Deshalb agierte Michal Jurecki in Abwehr und Angriff auf der Halbposition, ehe SG-Coach Maik Machulla auf eine 5:1-Defensive umstellte. Simon Jeppsson agierte als Spitze und brachte seine Truppe mit einem Doppelschlag auf 5:6 heran. Stuttgart hatte aber Oberwasser, sodass Maik Machulla seine Verteidigung wieder auf einen 6:0-Verband umstellte. Jacob Heinl stand nun zusammen mit Johannes Golla im Mittelblock. Auch die Torhüter wechselte der deutsche Meister früh: Torbjørn Bergerud kam für Benjamin Buric. Eine Führung gelang der SG nicht. Zumindest verkürzte Jim Gottfridsson kurz vor der Pause auf 11:12.

Erste Führung nach 55 Minuten
Die Achse mit Jim Gottfridsson und Johannes Golla startete gut in die zweite Hälfte, insgesamt bot die SG zunächst aber nicht genug auf, um das Blatt zu drehen. So zogen die Stuttgarter auf 18:15 davon. Die Gäste hatten nicht den Mut verloren, wie ein erfolgreicher Siebenmeter-Heber von Marvin Lier bewies. Mit Elan schaffte Michal Jurecki den 19:19-Ausgleich. Johannes Bitter gewann das Torwart-Duell, sodass die Angelegenheit bis zuletzt sehr eng blieb. Immerhin: Magnus Jøndal gelang nach gut 55 Minuten mit dem 22:21 die erste Führung des Abends. Die letzten zwei Minuten musste die SG allerdings in Unterzahl überstehen, roch dennoch am Sieg, als die Deckung den Ball eroberte. Der letzte Angriff brachte nichts ein, sodass die Hausherren noch einmal die Chance auf den Ausgleich bekamen. Und die nutzte der Schwede Adam Lönn. Beim letzten Freiwurf hatte Magnus Rød eine schier zu große Distanz zum Kasten. So blieb es bei der Punkteteilung. 

„Insgesamt war es eine sehr zerfahrene Angelegenheit. In den Phasen, wo wir die Partie hätten drehen können, unterliefen uns zu viele leichte Fehler – das brach uns das Genick. In der Halbzeit hatten wir uns gesagt, dass wir den Ball mehr laufen lassen sollten, um nicht zu oft in Eins-gegen-Eins-Situationen geraten. Bei Gøran Johannessen sieht es leider nicht so gut aus. Wir mussten deshalb in einer neuen Konstellation verteidigen. Jeder nahm den Kampf an, stand für den anderen ein. Die Moral ist also intakt“, sagte SG-Coach Maik Machulla nach dem Spiel.

SG-Spielmacher Jim Gottfridsson ärtgerte sich dagegen richtig über das Ergebnis: „In den wichtigen Phasen erlaubten wir uns zu viele technische Fehler. Ich bin richtig sauer.“

TVB-Coach Jürgen Schweikardt freute sich dagegen: „Zuvor war uns noch nie ein Punkt gegen eines der drei Top-Teams gelungen. Nach dem Spielverlauf wäre sogar noch mehr drin gewesen. Besonders stolz bin ich auf die Abwehr, in der meine Mannschaft hervorragend gekämpft hat.“

TVB Stuttgart:
Bitter (14/2 Paraden) – Häfner (1), Asgeirsson, Weiß (3), Faluvegi (2), Späth, Lönn (1), Markotic (2), Röthlisberger (1), Zieker (6/1), Pfattheicher (1), Peshevski (1), Schmidt (5)
SG Flensburg-Handewitt: Buric (4 Paraden), Bergerud (2 Paraden) – Golla (5), Lier (1/1), Glandorf, Svan (2), Jeppsson (2), Jøndal (4/1), Heinl, Zachariassen (2), Johannessen (1), Gottfridsson (2), Jurecki (1), Rød (3)
Schiedsrichter: Hartmann/Schneider (Magdeburg/Barleben); Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Schmidt 2, Röthlisberger 2, Späth 2 – Glandorf 2, Zachariassen 2); Siebenmeter: 1/1:4/2 (Jøndal und Lier scheitern an Bitter); Zuschauer: 5850
Spielverlauf: 2:0 (2.), 3:1 (3.), 3:3 (6.), 5:3 (10.), 6:5 (13.), 8:5 (17.), 9:6 (17.), 9:8 (20.), 11:9 (24.), 12:10 (27.) – 12:12 (34.), 13:13 (36.), 15:13 (37.), 16:15 (40.), 18:15 (43.), 19:16 (44.), 19:19 (49.), 21:20 (52.), 21:22 (56.), 22:23 (57.)


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