SG verliert bei Svan-Abschied gegen Bergischen HC

Niederlage rückt in den Hintergrund

Die Abschiedszeremonie in der Flens-Arena. Fotos: Philippsen

Dierk Schmäschke und der SG-Beiratsvorsitzende Boy Meesenburg.

Die beeindruckende Choreografie der Nordtribüne.

Gøran Søgard stemmt sich vergeblich gegen die Niederlage.

Flensburg (lip) – Die SG Flensburg-Handewitt konnte ihrem scheidenden Kapitän keinen Sieg zum Abschied schenken: Beim letzten Heimspiel von Lasse Svan, der nach 14 Jahren  im SG-Dress seine Karriere am Ende der Saison beendet, verlor der Tabellenvierte der Handball-Bundesliga in der Flens-Arena mit 21:24 (7:9) gegen den  Bergischen HC. Es war die zweite Niederlage in Folge für das Team von Trainer Maik Machulla, das wie  in Lemgo fast schon mit dem letzten Aufgebot antreten musste.

Das Ergebnis rückte aber schnell in den Hintergrund, da neben Lasse Svan auch der vierfache Torschütze Marius Steinhauser  und Hampus Wanne, der aufgrund eines grippalen Infektes nicht spielen konnte, gebührend verabschiedet wurden. 

Schon vor dem Anpfiff überraschte die Die Nordtribüne mit einer Choreographie der „Superhelden“, während im Block K viele weiße Svan-Trikots und etliche Plakate zu sichten waren. Im Blickpunt der Partie standen von Beginn an die Torhüter Kevin Møller und Tomas Mrkva. Johannes Golla scheiterte gleich zweimal kurz hintereinander Mrvka und auch Møller war sofort auf Betriebstemperatur. Nach der Gästeführung durch Linus Arnesson war es ein Dreierpack von Emil Jakobsen, der den Hausherren beim 3:1 (7.) die erste Führung des Abends bescherte.  Der BHC setzte auf lange Angriffe und nahm ein Team-Timeout, nachdem Gøran Sogard einen Nachwurf zum 6:4 genutzt hatte. Es war die letzte Führung der Gastgeber, die es nun mit sieben Feldspielern in der Offensive versuchten, daraus aber kein Kapital schlagen konnten. Zum Ende des ersten Durchgangs zog sich Tomas Babak den Unmut des Flensburger Publikums zu, nachdem er frei durch den Kopf von Kevin Møller getroffen hatte. Es blieb zwar eine torarme Begegnung, doch der BHC nutzte die zunehmende Müdigkeit der Gastgeber aus und verschaffte sich leichte Vorteile.  Mit der Pausenirene traf Max Darj zum 7:9.
 
Und Darj war es auch, der kurz nach dem Wechsel den Vorsprung der Gäste auf drei Treffer erhöhte. Doch die SG kam noch einmal zurück.  Darj scheiterte zweimal an Møller, in Überzahl hatten die Förderstädter die Chance auf den Ausgleich - doch Jakobsen setzte den Siebenmeter an den Pfosten, wenig später traf auch Semper nur Holz. Doch dank eines Doppelschlags von Mads Mensah Larsen zum 11:11 (38.) war die SG wieder im Spiel. Doch als Gunnarsson beim 13:16  (45.) ins leere SG-Tor traf, war der alte Abstand wieder hergestellt. Als Lasse Svan unter dem frenetischen Jubel der Fans zum 17:19 traf (48.) und Simon Hald wenig später den Anschlusstreffer erzielte, schöpfte die SG noch einmal kurz Hoffnung. Doch in der Folgezeit leistete sich die SG zu viele unnötige Ballverluste, die der BHC bestrafte. Die Gäste zogen bis auf fünf Tore davon (18:23/53.). Während Marius Steinhauser sich mit zwei Treffern verabschiedete, blieb Lasse Svan, der zum Strafwurf antrat, ein weiterer Treffer verwehrt. Den Schlusspunkt zum 21:14 setzte SG-Youngster Fynn Yarik Hasenkamp mit seinem zweiten Bundesligatreffer.

Dann war trotz der Niederlage Zeit für große Emotionen:  Bei der Abschiedszeremonie wurden nicht nur Lasse Svan (14 Jahre), Hampus Wanne (9 Jahre) und Marius Steinhauser (5 Jahre) mit Lobeshmynen und Präsenten verabschiedet, sondern auch Dierk Schmäschke. Der Geschäftsführer scheidet nach einem gemeinsamen Jahr mit Holger Glandorf am Ende der Saison endgültig aus dem Amt und wird ab Juli neuer SG-Präsident.

SG Flensburg-Handewitt: Møller (13 Paraden), Backhaus (bei einem 7m) – Golla (2), Hald (3), Hasenkamp (1), Svan (1), Steinhauser (4/1), Mensah (2), Søgard (2), Jakobsen (3/2), Semper (3), Lindskog.
Bergischer HC: Rudeck (bei einem 7m, 1/1 Parade), Mrkva (8 Paraden) – Darj (5), Weck (1), Gunnarsson (3), Fraatz, Babak, Damm, Gutbrod, Arnesson (9/3), Bergner, Nikolaisen, Boomhouwer (3), Hansson, Stutzke, Schmidt (3).
Schiedsrichter: Hartmann/Schneider (Magdeburg/Barleben); Zeitstrafen: 0:2 Minuten (Schmidt 2); Siebenmeter: 6/3:3/3 (Jakobsen an Pfosten und Latte, Svan scheitert an Rudeck); Zuschauer: 5119
Spielverlauf: 0:1 (3.), 3:1 (7.), 4:3 (11.), 6:4 (19.), 6:7 (25.), 7:8 (29.) – 7:10 (31.), 9:10 (33.), 11:11 (39.), 12:12 (40.), 12:14 (40.), 13:16 (44.), 15:17 (46.), 16:19 (49.), 18:19 (50.), 18:23 (53.), 20:24 (56.).

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