Studierende digitalisieren Geschäftsmodelle

Digital Challenge an der Hochschule Flensburg

Das Foto zeigt die Flensburger Teilnehmer der Digital Challenge. Foto: Hochschule Flensburg

Flensburg (mm) - Studierende der Hochschule Flensburg haben im Rahmen eines Wettbewerbes die Geschäftsmodelle von Unternehmen auf den Kopf gestellt.

Traditionelles Handwerk trifft Digitalisierung: Lukas Böwer und Jannis Grube haben mit ihrem Team einem Segelmacher die Potenziale neuer Vertriebswege aufgezeigt. Die Masterstudierenden der Hochschule Flensburg und das Flensburger Unternehmen Oleu Flensburg haben im Rahmen der „Digital Challenge“ eine Woche lang voneinander gelernt. Insgesamt haben 13 Studierende aus Flensburg an dem Wettbewerb teilgenommen.

Es gehe um Revolution statt Evolution, sagen die beiden Studierenden des Masterstudiengangs Business Management. „Wir haben das aktuelle Geschäftsmodell des Unternehmens im Hinblick auf Digitalisierung auf den Kopf gestellt“, erklärt Grube. Im Team wurde gemeinsam die Vision eines Systems entwickelt, das es dem Segelmacher ermöglicht, dem Kunden Angebote für Persenning und Co. ortsunabhängig zu machen. „Bisher muss er jedes Mal zum Kunden rausfahren“, erklärt Böwer. Das sei ein Zeit- und Kostenfaktor, der mit ihrem Ansatz reduziert würde. Konjunktiv. Denn. „Wir haben sehr viele Anregungen für weitere Entwicklungen bekommen“, sagt Malte Nickels, Junior-Chef bei Oleu Flensburg. Ob und was man aber tatsächlich umsetze, sei noch offen.

Darum gehe es aber auch nicht, so Prof. Dr. Dirk Müller. Der Professor für Innovationsmanagement an der Hochschule Flensburg hat das Projekt betreut. „Die Studierenden sehen mögliche Arbeitsfelder hier vor Ort in der Region. Auch im Handwerk“, sagt Müller. Das gelte auch für die beiden Gruppen von Studierenden, die bei Kristronics Verbesserungspotenziale prüften. Die Studierenden konnten Einblicke in Innovationsprozesse des internationalen High-Tech- Unternehmens aus Harrislee nehmen. Am Ende stellten die drei Teams ihre Ideen einer Expert*innen-Jury vor. Insgesamt wurden 7000 Euro an Preisgeldern an die Studierenden vergeben.

Doch ums Geld ging es natürlich am Ende nicht: Es war eine wertvolle Praxiserfahrung, idealtypische Modelle in der Realität anzuwenden, sagen die Studierenden. „Es war eine gute Vorbereitung auf künftige Jobs, wo man mit vielen verschiedenen Menschen, eine Aufgabe bewältigen muss“, erzählt Lukas Böwer. Das gehe nur, wenn man auch in Stresssituationen zusammenarbeite.
Auch im kommenden Semester sind Studierende der Hochschule Flensburg aufgerufen, an der Digital Challenge teilzunehmen.


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