viel mehr als nur ein Trend

Journaling

Fotos: Pexel

Das Klischee der kleinen Mädchen, die im rosa Tagebuch mit goldenem Schloss ihren Tageseintrag mit „Liebes Tagebuch …“ beginnen, ist passé. Längst haben viele neue Arten des Journaling den Markt erobert.

Warum ist der Trend aufgekommen?
Der Journaling-Trend entstammt der Achtsamkeits- und „Better-Self“-Bewegung. Das Schreiben auf Papier bildet einen Gegenpol zur digitalisierten Gesellschaft. Es ist langsam und greifbar. Lange hieß es „immer schneller, immer mehr“. Doch mittlerweile ist für viele daraus ein „immer ungesünder, immer frustrierter“ geworden und der Bedarf ist da, etwas in seinem Leben zu ändern. An diese Problematik dockt das Journaling in seiner Vielseitigkeit an. Doch was ist dran an dem Trend? Und für wen lohnt es sich, damit anzufangen?


– Das Dankbarkeitsjournal –
Wer es macht: Menschen, die sich gestresst fühlen.
Zeitaufwand: 2 bis 5 Minuten pro Tag
Material: Beliebiges Notizheft, beliebiger Stift
Wozu es dient: Sich die kleinen Dinge im Leben vor Augen führen und damit die Stimmung nachhaltig anheben.
Wie es geht: Jeden Tag 1 bis 3 Dinge aufschreiben, für die man dankbar ist.


– Das Erfolgsjournal –
Wer es macht: Menschen, die beruflich voll durchstarten wollen.
Zeitaufwand: 5 Minuten pro Tag, zzgl. 30 Minuten im Monat
Material: Beliebiges Notizheft, beliebiger Stift
Wozu es dient: Berufliche und private Ziele festhalten, ihren Fortschritt dokumentieren und Erfolge wertschätzen. Geeignet zur Prävention von Burnout.
Wie es geht: Pro Quartal Ziele festlegen, diese runterbrechen in Monats-, Wochen- und Tagesziele und den Prozess täglich dokumentieren. Einmal im Monat wird ein Rückblick mit Highlights und Lowlights verfasst und ggf. die Zielsetzung überarbeitet.


– 5-Minuten-Journal –
Wer es macht: Menschen, die keine Zeit zum Journaln haben und sich besser kennenlernen wollen.
Zeitaufwand: 5 Minuten pro Tag
Material: Vorgedrucktes 5-Minuten-Tagebuch
Wozu es dient: Es ist eine ausführlichere Version des Dankbarkeitstagebuchs zur Stressreduktion.
Wie es geht: Morgens beantwortest du, wie du dir deinen Tag erhoffst. Abends reflektierst du, wie dein Tag war und was du am nächsten Tag besser machen möchtest.

– 5-Jahres-Journal –
Wer es macht: Menschen, die sich selbst besser kennenlernen wollen.
Zeitaufwand: 2 Minuten pro Tag
Material: Vorgedrucktes 5-Jahres-Journal
Wozu es dient: Erinnerungen werden über einen Zeitraum von 5 Jahren festgehalten.
Wie es geht: Pro Tag gibt es fünf kleine Kästchen, eins für jedes Jahr. In Jahr eins schreibst du einen Satz über den Tag. Im nächsten Jahr kannst du deinen alten Eintrag lesen und den für den jetzigen Tag verfassen.

– Klassisches Daily-Journal –
Wer es macht: Menschen, die gerne viel schreiben.
Zeitaufwand: 10 bis 30 Minuten pro Tag
Material: Beliebiges Notizbuch, beliebige Stifte, Dekomaterial wie Sticker, etc.
Wozu es dient: Manche Menschen denken am besten schreibend. Dann hilft es, jeden Tag seine Gedanken und Erlebnisse zu Papier zu bringen. Je nach Belieben kann es schön dekoriert werden und ist so ein Ort, der Erinnerungen bewahrt.
Wie es geht: Beim Daily-Journal handelt es sich um kein therapeutisches Journal. Optimal werden ausschließlich positive Erlebnisse und Gedanken in Worten und Bildern dokumentiert.

– Reise-Journal –
Wer es macht: Menschen, die sich gerne an ihre schönen Reisen erinnern.
Zeitaufwand: 10 bis 30 Minuten pro Tag für die Dauer der Reise
Material: Beliebiges Notizbuch, beliebige Stifte, Dekomaterial wie Fotos, etc.
Wozu es dient: Zur Dokumentation eines persönlichen Ausflugs oder einer Reise.
Wie es geht: Täglich werden die Erlebnisse des Tages mithilfe von Text, Fotos, Zeichnungen, Eintrittskarten, etc. dokumentiert.

– Art-Journal –
Wer es macht: Menschen, die gerne basteln, aber sich nicht an ein Skizzenbuch trauen.
Zeitaufwand: Nach Belieben 30 bis 60 Minuten pro Woche (oder mehr)
Material: Beliebiges Notizbuch, beliebige Stifte, beliebiges Collagen- und Bastelmaterial
Wozu es dient: Basteln kann bei uns einen Flow-Moment erzeugen und uns damit einen Moment der tiefsten mentalen Entspannung schenken. Schon 10 Minuten reichen aus.
Wie es geht: Nach Lust und Laune werden Collagen geklebt oder es wird wild mit Farben gespielt. Hierbei darf es gerne abstrakt bleiben. Sinnlosigkeit und Unperfektion sind erwünscht.

Die neue Journal-Serie in der MoinQuadrat
Das Thema interessiert dich? Dann bleib dran! In den kommenden Ausgaben blicken wir genauer auf einzelne Journalarten und stellen uns im Selbstversuch die Frage: Wie funktionert’s und hält die Methode, was sie verspricht?


Ann-Katrin Arnold

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